Abkürzung und Titel: |
K-NEK: Kaufman - Neuropsychologischer Kurztest |
| Autoren: | Deutsche Bearbeitung: P. Melchers, S. Schürmann |
| Qualifikationskode: | GS3 (Erklärung und Registrierung |
| Lieferbar: | ja (2004) |
| Ziel: | Grundlegende Beurteilung kognitiver Funktionen. |
| Materialien: | Handbuch, Durchführungsordner, Protokollbögen und Arbeitshefte für die Probanden (Untertest 4). Alles wird in einem handlichen Koffer geliefert. |
| Einsatzbereich: | Altersgruppen: 11 - 85 Jahre |
| Anwendung: | Der K-NEK ist ein kurzer neuropsychologischer
Screening-Test, der in vielfältiger Weise von Neuropsychologen,
klinischen Psychologen, Geriatern, Psychiatern und Neurologen
angewendet werden kann. Das Verfahren ist entwickelt worden, damit
klinische Beurteilungen durch objektive und standardisierte
Testergebnisse ergänzt werden können. Der K-NEK erlaubt eine grundlegende Beurteilung kognitiver Funktionen und basiert auf kognitions- und neuropsychologischen Theorien, vor allem auf der zentralen Denktheorie von Luria. Das bewährte Durchführungssystem (Testordner) ermöglicht eine einfache und objektive Anwendung. Obwohl der K-NEK von Nicht-Psychologen durchgeführt und bewertet werden kann, obliegt die Interpretation der alleinigen Verantwortung von Fachleuten, die sowohl über psychometrische wie klinische Ausbildung verfügen. |
| Kurze Beschreibung der Skalen: | Das Verfahren umfasst vier Untertests auf drei
Niveaus kognitiver Komplexität, die die verschiedenen Bereiche
bzw. Blöcke der zentralen Denktheorie repräsentieren: Block I wordt durch den Untertest Orientierung repräsentiert. Dieser Untertest bringt die klassische klinische Prüfung der Orientierung, wie sie Neurologen und Psychiater vornehmen, in eine standardisierte und normierte Form. Damit hat dieser Untertest einen eigenständigen, über den K-NEK hinausgehenden Wert, denn mit seiner Hilfe kann entschieden werden, ob ein Patient aktuell über ein Ausmaß von Wachheit, Orientiertheit und Basalfunktionen verfügt, das die valide und reliable Anwendung weiterer psychometrischer Diagnostik gestattet. Block II umfasst die Untertests Gestaltschließen und Zahlennachsprechen, die das mittlere Niveau kognitiver Komplexität repräsentieren. Während Gestaltschließen als besonders valides Maß simultaner Informationsverarbeitung angesehen wird, gilt dies für Zahlennachsprechen in Bezug auf sequenzielle Informationsverarbeitung. Block III besteht aus dem Untertest Wortsuche, durch den Handlungs- und Planungsfunktionen als Anteil der Exekutivfunktionen beurteilt werden sollen. Durch Anwendung vorgegebener Informationen und logischer Ausschlussprinzipien sollen Buchstaben und Kurzwörter aus einer größeren Auswahl identifiziert werden. Außer den Skalenwerten der einzelnen Untertests können auch Gesamtskalenergebnisse berechnet werden, z.B. Skalenwert für die Verarbeitungskomponente "Block II" und Standardwert für das Gesamtergebnis (Block II und Block III). Zusätzlich erlaubt der Test die Berechnung eines Beeinträchtigungsindexes, der als einfaches, aber objektives Maß kognitiver Funktionsbeeinträchtigung konzipiert ist. Er hilft darüber hinaus bei der Beurteilung der Notwendigkeit einer weiterführenden neuropsychologischen Diagnostik. Dieses Maß basiert auf vier Kriterien: K-NEK Gesamt-Standardwert, Untertest Orientierung, Differenz zwischen den Untertests Gestaltschließen und Zahlennachsprechen, Differenz zwischen dem K-NEK Gesamt-Standardwert und einem bildungsbezogenen Erwartungswert (Einzelheiten im Manual). Der Untertest Orientierung eignet sich zur Beurteilung des "mental status" bei psychiatrischen Fragestellungen. Im Gegensatz zu dem sonst häufig praktizierten Vorgehen ist hier die Normierung mit Hilfe einer repräsentativen Stichprobe ein Beitrag zur Qualitätssicherung. |
| Durchführung und Auswertung: | Der empirisch ermittelte Zeitbedarf für die
Durchführung beträgt knapp 25 Minuten. Die Auswertung ist einfach. Graphische Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf der Rückseite des Testbogens. Die Untertestskalenwerte sowie der Beeinträchtigungsindex werden in das Ergebnisprofil übertragen. Dadurch entsteht eine anschauliche Darstellung des gesamten Testergebnisses. |
| Gütekriterien und Normen: | Die Reliabilitätskoeffizienten - nach
der
Testhalbierungsmethode
berechnet - sind: Gestaltschließen .88; Zahlennachsprechen .76;
Wortsuche .88; Verarbeitungskomponente Block II .88; K-NEK
Gesamt-Standardwert .92. Mehrere Untersuchungen haben zur Validitätsprüfung in Deutschland (und in den USA) stattgefunden. Hier eine Auflistung der deutschen Studien: * Korrelations- und Faktorenanalysen mit Feldstichproben; * Berechnung der Altersdifferenzierung; * Korrelationen mit den K-ABC und K-TIM Gesamtergebnissen; * Analyse von Mittelwertsunterschieden bei klinischen Stichproben mit kinder- und jugendpsychiatrischen, neurologischen und psychiatrischen Diagnosen (Erwachsene). Die Ergebnisse dieser Studien werden im Manual beschrieben. Der K-NEK wurde mit Hilfe einer Stichprobe von über 3300 Versuchspersonen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol normiert. Untertest Normwerte für den K-NEK wurden in 20 Altersgruppen von 11 Jahren bis über 80 Jahre berechnet. Darüber hinaus gibt es eine Tabelle für die Verarbeitungskomponente ‚Block II' sowie für den K-NEK Gesamt-Standardwert. |
| Klinische Anwendung: | Die amerikanischen und deutschen Autoren haben die
folgenden Fragen
untersucht, deren Antworten im Manual erläutert werden: 1. Weichen die Ergebnisse von Patienten von denen gesunder Personen ab? 2. Welche Beziehungen gibt es zwischen K-NEK Werten und Werten in anderen Testverfahren? 3. Ist das Profil von K-NEK Ergebnissen unterschiedlich zwischen Patientengruppen oder zwischen Patienten und Nicht-Patienten? 4. Ist das Profil von K-NEK Ergebnissen unterschiedlich zwischen Patientengruppen mit rechts- oder linkshemisphärischen Hirnschäden? 5. Welche Bedeutung hat der Untertest Orientierung für unterschiedliche Patientengruppen? 6. Welche Bedeutung haben Untertests von mittlerer und hoher Komplexität? 7. Kann man mit dem Beeinträchtigungsindex Patientengruppen unterscheiden? |
| International vergleichbar: | Neben der amerikanischen Originalausgabe steht eine holländische Bearbeitung zur Verfügung. |
| Broschüre: | Eine kurze Darstellung des K-NEK: klicken Sie hier (Adobe
Acrobat Reader Datei: (pdf) 92 kB. Klicken Sie hier damit Sie Acrobat Reader downloaden - freeware.) |
| Rezension: |
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| Vorführung Nürnberg auf DVD: |
In September 2006 haben Alan und Nadeen Kaufman in
Nürnberg über das Intelligenzkonzept und
Intelligenztestverfahren gesprochen (45. Kongress der Deutschen
Gesellschaft für Psychologie). Sie haben die Grundlage von KAIT
und K-SNAP erläutert. Die Autoren der deutschen Fassung von KAIT (K-TIM) und K-SNAP (Kaufman – Neuropsychologischer Kurztest
(K-NEK)) haben die wichtigsten Aspekte der beiden
Verfahren dargestellt. Das Programm auf der - kostenlos - direkt vom Verlag anzufordern DVD:
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| Bestellen: | Seit August 2009 nur erhältlich über Pearson. |